Warum strukturierte Verkabelung – trotz WLAN?
WLAN ist bequem, aber kein Ersatz für eine gute Verkabelung. Jeder Access-Point braucht einen stabilen LAN-Anschluss. Arbeitsplätze mit Videokonferenzen laufen über Kabel spürbar stabiler. TV- und AV-Geräte, Kameras, KNX-IP-Schnittstellen, Drucker und Homeserver gehören ans Kabel – alles andere verschwendet WLAN-Bandbreite.
Eine strukturierte Verkabelung ist im Neubau ohnehin der Standard: CAT6A vom Patchfeld in jeden Raum, gern auch doppelt an Schreibtisch, TV und Access-Point. Im Bestand lassen sich Leitungen häufig in Leerrohren, Kabelkanälen oder Fußleisten nachziehen.
Vorteile einer professionellen Netzwerkinstallation
Stabil
Gigabit bis 10 Gigabit zuverlässig – unabhängig von WLAN-Störungen und Nachbargeräten.
Dokumentiert
Patchfeld nummeriert, Dosen beschriftet, Messprotokoll – spätere Fehlersuche einfach.
Erweiterbar
Reserve-Leitungen und freie Patchplätze für zukünftige Anforderungen ohne Nachziehen.
Smart-ready
IP-basierte Geräte (Kameras, KNX/IP-Gateway, Access-Points) bekommen ihre Anschlüsse dort, wo sie gebraucht werden.
Sicher
Netztrennung (VLAN) für Gäste-WLAN, IoT und Arbeitsgeräte möglich – saubere Zugriffspfade.
Zukunftssicher
CAT6A reicht in der Regel für die nächsten 20 Jahre – stabil auch für 10GbE bei 100 m Strecke.
Ablauf einer Netzwerkinstallation
- Anforderungen. Welche Räume, welche Geräte, welche Zukunftserweiterungen sind geplant? Wo soll der Patch- oder Serverschrank stehen?
- Verlegung. CAT6A-Leitungen sternförmig vom Schrank zu jeder Dose. Leerrohre werden genutzt, wenn vorhanden.
- Auflegen & Messen. Dosen und Patchfeld fachgerecht auflegen, Strecken mit Klassenmessgerät prüfen, Protokoll erstellen.
- Aktive Technik. Switch, Router, Access-Points montieren, konfigurieren und Übergabe mit Netzplan.
Komponenten, die wir einsetzen
- CAT6A geschirmt für Steig- und Horizontalverkabelung
- Keystone-Dosen oder klassische RJ45-Dosen je nach Anwendung
- 19"-Patchfelder in Wandgehäuse oder Standschrank
- Managed Switches (z. B. Ubiquiti UniFi, Aruba Instant On, MikroTik)
- Access-Points mit Mesh oder Controller
- USV für sensible Netzwerkkomponenten
WLAN, das wirklich trägt
Gute WLAN-Abdeckung ist keine Frage des teuersten Routers, sondern der richtigen Platzierung. Wir dimensionieren Access-Points nach Fläche und Bauweise, verlegen Kabel zu ihren Positionen (typisch an der Decke) und richten Controller oder Mesh-System so ein, dass Geräte sauber übergeben werden. Gäste- und IoT-SSIDs werden getrennt – Sicherheit ohne Komforteinbuße.
Häufige Fragen zur Netzwerktechnik
Brauche ich Verkabelung, wenn ich WLAN habe?
Ja, eigentlich immer. Jeder Access-Point braucht eine stabile LAN-Anbindung. Arbeitsplätze, TV, Kameras und IoT gehören ans Kabel.
Welche Kabelklasse ist heute sinnvoll?
Für Neuverkabelungen empfehlen wir CAT6A (geschirmt). CAT7 bietet zusätzliche Reserven, ist aber nicht immer nötig.
Können Sie auch WLAN planen?
Ja. Anzahl und Positionen der Access-Points nach Fläche, Bauart und Nutzung – gern mit Mesh- oder Controller-Lösungen.
Bauen Sie auch Patch- und Serverschränke?
Ja – Patchpanel, Switch, USV, Kabelmanagement und Beschriftung. Vom 9HE-Wandschrank bis zum großen 19-Zoll-Rack.